Jobs in der Energiebranche und Stromindustrie

kraftwerkJobs in der Energiebranche

Die Energiewende ist das Thema unserer Tage. Um auch in Zukunft über ausreichend viel an stets verfügbarer, sauberer und bezahlbarer Energie aus möglichst heimischen Quellen zu verfügen, bedarf es großer Anstrengungen seitens der Politik, der Wirtschaft und der gesamten Bevölkerung.
Die Energiewende bedeutet aber nicht nur ein gewisses Risiko etwa für die Arbeitsplätze in Atomkraft- oder Kohlekraftwerken und die Strompreise für den Verbraucher, sondern schafft auch neue Betätigungsfelder in vielen Bereichen. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Modethema oder eine “Blase”, sondern um ein Generationenprojekt mit Zukunftspotenzial.

Wer sich für einen Job in der Energiebranche interessiert, der wird natürlich zunächst bei den klassischen Energieerzeugern fündig. Große Konzerne wie RWE, E.ON usw. bieten die gesamte Bandbreite an Arbeitsmöglichkeiten und beschäftigen Maschinenbediener, Bürokauffrauen oder Ingenieurinnen genauso wie Juristen oder Vertriebsmitarbeiter. Hier finden sich viele auch internationale Einsatzmöglichkeiten und auch solche für hoch qualifizierte Forscher und Entwickler. Gerade die großen Konzerne sind aber von den Veränderungen und neuen Zielvorgaben im politischen Kontext besonders betroffen, was zu internen Umstrukturierungen oder Verlagerungen und möglicherweise zu einem Arbeitsplatzabbau in einigen Abteilungen führen kann.

strommastenÄhnlich den Großkonzernen bieten auch die Stadtwerke oder städtische Beteiligungsunternehmen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Energieerzeugung und Energieversorgung, wenn auch zumeist im lokalen oder regionalen Maßstab.
Um Energie effizient erzeugen und einsetzen zu können, bedarf es ständiger Innovationen.

So besteht ein großer Bedarf an pfiffigen Ingenieuren und Technikern für die Entwicklung und Weiterentwicklung etwa von Solarmodulen, Heizkesseln, Speichergeräten und so weiter. Je nach persönlicher Vorliebe findet man hier Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl bei großen Technologiekonzernen, aber auch insbesondere bei kleinen und mittleren Firmen, vom alteingesessenen Familienunternehmen, bis zum hoch spezialisierten Start-up-Unternehmen.
Auch die klassischen Handwerksbetriebe, ob Schornsteinfeger, Elektriker oder Gas-und Wasserinstallateure, entwickeln sich zunehmend zu Energiespezialisten weiter und bieten die gesamte Palette von der Wärmedämmung, über moderne Heizungsanlagen, bis hin zu kleinen Kraftwerken an. Dementsprechend werden auch hier gut qualifizierte Mitarbeiter gesucht.

Da eine gute Technik und Entwicklung allein nicht ausreicht, bedarf es auch qualifizierter Kaufleute, Marketingexperten, Juristen usw., die nicht nur die speziellen Anforderungen der Energiebranche kennen, sondern in allen unternehmensrelevanten Bereichen kompetent sind. Entscheidend in der Energiebranche, wie in allen anderen Bereichen, ist die auch internationale Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und die Kundenakquise und Kundenbindung. Denn was helfen die besten Produkte, wenn niemand davon weiß oder sie woanders günstiger angeboten werden. Insbesondere der liberalisierte Strom- und Gasmarkt mit der Möglichkeit den Stromanbieter einfach zu wechseln und so beim Strompreis zu sparen, erzeugt einen Wettbewerb, der viele neue Arbeitsplätze schafft. So sind neue Stromanbieter entstanden, die viele Jobs, insbesondere im Vertrieb, anbieten.

Neben dem Vertrieb gewinnt aber auch die Energieberatung immer mehr an Bedeutung.
So ist die Tätigkeit des Energieberaters entstanden, der angestellt oder selbstständig, Privatpersonen oder Unternehmen über Einsparmöglichkeiten und den Einsatz der modernen Technologien informiert.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Energiebranche gute und zukunftsträchtige Jobmöglichkeiten für alle Qualifikationsstufen vom Helfer bis zum Spitzenforscher bietet, es sich aber um eine sehr heterogene Branche mit unterschiedlichen Strukturen und einem schnellen Wandel auch der politischen Rahmenbedingungen handelt. Für den Jobsuchenden bedeutet das, dass er mehr noch als in anderen Branchen, offen für Veränderungen und lernbereit sein muss.

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